Voller Zugriff mit einem kostenlosen Konto@headerTag>
Vorteile von Coloplast Professional
-
Voller Zugriff auf Fortbildungsinhalte
-
Musterbestellungen einsehen
-
Lesezeichen setzen und Inhalte teilen
Die richtige Diagnostik des Ulcus cruris ist für die weitere Therapieempfehlung unabdingbar, denn im Vordergrund der Behandlung sollte neben der Lokaltherapie immer die richtige Kausaltherapie liegen.
Je nach Ursache unterscheidet man das venöse Beingeschwür (Ulcus cruris venosum) von einem arteriellen Geschwür (ulcus cruris arteriosum). 10% der Patient:innen mit Ulcus cruris leiden an einer Mischform der beiden Arten, dem Ulcus cruris mixtum.
Die Muskelpumpen steuern die venöse Blutbewegung. Das Video unten zeigt, wie eine Verringerung des venösen Blutflusses zu Ödemen und letztendlich zu Hautschäden führen kann.
Ulcus cruris arteriosum
Das arterielle Ulcus cruris hingegen entsteht aufgrund einer unzureichenden Perfusion der Beinarterien, vor allem bedingt durch arteriosklerotische Veränderungen der peripheren Arterien. In Deutschland leiden etwas 4,5 Millionen Menschen an einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK), in deren Folge sich ein oft schmerzhaftes Ulcus cruris arteriosum (UCA) entwickeln kann. Durch den Verschluss einer Arterie wird das dahinterliegende Gewebe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.
Schon kleine Wunden können sich zu einer schwerwiegenden chronischen Wunden entwickeln, weil die Wundheilung nicht stattfinden kann. Begleitet werden die Wunden häufig durch starken Schmerz und Wadenkrämpfe, auch bereits nach kurzen Gehstrecken. Daher spricht man auch von der Schaufensterkrankheit (Claudicatio intermittens). Auch Ruheschmerz, und Temperaturunterschiede, wie kalte Füsse mit blasser, livider Haut, sind kennzeichnend.

Anzeichen und Symptome des arteriösen Ulcus cruris
Das Absterben von Zehen (Nekrose) ist häufig ein Symptom, da die Zehen die ersten Körperteile sind, die von den Folgen der Mangeldurchblutung betroffen sind. Im Gegensatz zum Ulcus Cruris venosum sind die Wunden häufig "wie ausgestanzt" und weisen klar umrissene Wundränder auf.
Zur richtigen Differentialdiagnose stehen dem Arzt neben der (Wund-)Inspektion und Palpation auch die Messung des Knöchel-Arm-Indexes (KADI) sowie die Bestimmung der Unterschenkelumgangsdifferenz und ggfs. eine Biopsie zum Ausschluss eines Spinalioms zur Verfügung. Eine Doppler- oder Duplexsonographie oder die Bestimmung des auftretenden Schmerzes lassen weitere Rückschlüsse zu. Zum Nachweis von Wundinfektionen können Wundabstriche eingesetzt werden.